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für die Hilfsbedürftigkeit:
Verletzte Igel oder solche, die womöglich tagelang ohne
Futter und Wasser in Lichtschächten, leeren Schwimmbecken
oder ähnlichem gefangen waren. Kranke Igel:
Man erkennt sie meist daran dass sie tagsüber herumlaufen,
torkeln oder liegen. Sie sind oft apathisch, kühl rollen
sich kaum ein, sind häufig mager. Hinter dem Kopf sieht
man eine Einbuchtung, Schultern und Hüftknochen bilden
sich deutlich ab. Die Augen sind nicht rund, sondern schlitzförmig
und eingefallen. Tagaktivität ist beim Nachttier Igel
immer ein Alarmzeichen . Eine Ausnahme bilden allerdings aufgestörte
Igel. Wenn etwa bei Gartenarbeiten Igelnester zerstört
werden, sucht sich auch ein gesundes Tier tagsüber einen
neuen Unterschlupf. Jungigel, die Anfang November deutlich
weniger wiegen als 500 Gramm und am Fundort nicht zugefüttert
werden können.
Erste-Hilfe-Checkliste
Notieren Sie sich das Funddatum, die Uhrzeit das Gewicht und
die genaue Fundstelle. Beginnen Sie damit den "Pflegebericht",
in den Sie weiterhin Gewichtszunahme, Tierarztbesuche usw.
eintragen. Untersuchen Sie den Igel in jedem Fall auf Verletzungen.
Inspizieren Sie auch Kopf, Bauchseite und Beine. Unterkühlte
Igel müssen aufgewärmt werden. Eine Unterkühlung
ist vorhanden, wenn sich das Tier an der Bauchseite deutlich
kälter anfühlt als Ihre Hand. Eine mit gut handwarmem
Wasser gefüllte Gummiwärmflasche - kein Heizkissen!
- umwickelt man mit einem Frotteehandtuch und legt sie in
einen passenden hochwandigen Karton. Darauf setzt man den
Igel und deckt Ihn mit einem weiteren Handtuch zu.
Baden Sie Igel nicht! Lassen Sie Flöhe und Zecken vom
Tierarzt entfernen. Suchen Sie den Tierarzt möglichst
bald auf. Ihr lgel ist krank. Unterbringung und Ernährung
im Haus allein heilen das Tier nicht! Richten Sie in einem
Raum mit Zimmertemperatur - nicht im Freien - einen Auslauf
für den Igel her. Käfige, Obstkisten, Bade- oder
Waschwannen sind keine igelgemäßen Unterkünfte
(s. Unterbringung). Geben Sie Ihrem Igel zur Erstversorgung
entweder ein Schüsselchen mit Katzen- oder Hundedosenfutter
oder braten Sie Ihm in der Pfanne ein Rührei mit etwas
Öl und ohne Gewürze.
Zu trinken bekommt er Wasser, niemals Milch! Igel ernähren
sich in der Natur von eiweiß- und fettreichen Insekten.
Sie sind keine Vegetarier, fressen also weder Obst noch Gemüse
(siehe auch Ernährung). Bei sehr schwachen Tieren können
Sie zunächst versuchen, ihnen mittels einer Plastikspritze
ohne Nadel etwas lauwarmen, ungesüßten Fenchel-
oder Kamillentee einzuflößen, danach auch Breinahrung,
zum Beispiel Rindfleischzubereitung ab 4.Monat der Firma Hipp
Babynahrung. Auf alle Fälle sollten Sie ein solches Tier
dem Tierarzt oder einer Igelstation vorstellen. Igel sind
keine Haustiere und kein Kinderspielzeug, sondern geschützte
Wildtiere. Unterlassen Sie unbedingt Zähmungsversuche.
Zufütterung im
Freien:
Um das Futter vor Vögeln, aber auch vor Regen zu schützen,
stellt man es abends in ein mit mindestens zwei 10x10 cm kleinen
Einschlupflöchern versehenes Kistchen. Muss das Futter
noch zusätzlich gegen Katzen geschützt werden, so
empfiehlt sich der Bau eines Futterhauses mit verwinkeltem
Eingang. Futterreste müssen morgen unbedingt beseitigt
und die Schüsseln heiß gespült werden.
Wenn Sie unsicher sind, ob der Besucher Ihrer Futterstelle
ein Winterschlafgewicht noch schafft, wiegen Sie den Igel,
markieren ihn mit einem kleinen Tupfer Nagellack auf den Stacheln
und setzen Sie ihn wieder hinaus Nach einigen Tagen wiederholen
Sie das Wiegen und kontrollieren die Gewichtszunahme
Grundnahrungsmittel
für Igelfutter:
Katzen- oder Hundedosenfutter, Eier (hart gekocht ), Geflügelfleisch
(gekocht) und Rinderhackfleisch (roh nur ganz frisch, besser
kurz anbraten) Als darunter zu mischende «Ballaststoffe»
(zur guten Verdauung unerlässlich) eignen sich: Weizenkleie,
Futterhaferflocken oder Igeltrockenfutter
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