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Allgemeines zu Parasitosen und deren Erkennung
Was ist ein Parasit und wann suche ich
nach einem Parasiten?
Als Parasiten wurden im vorzeitlichen Griechenland
die Vorkoster für die Vornehmen bezeichnet, um diese
vor Vergiftungen zu schützen. Heute bezeichnet man mit
Parasit bzw. Schmarotzer Organismen, die auf Kosten anderer
leben. Derartige Lebensformen sind im Pflanzen- und Tierreich
recht häufig.
Ein „schlauer“ Parasit schädigt aber nicht
den Organismus, in oder an dem er lebt, sondern lebt mit ihm
in einer Symbiose, also in einer Gemeinschaft.
Man findet Parasiten im Tier (z.B. im Darm, in der Haut, in
den einzelnen Organen) und auf dem Tier (auf der Haut, auf
den Haaren). Eins ist bei allen Parasiten gleich. Sie leben
auf Kosten des Wirtes. Solange das Verhältnis zwischen
Wirt (Hund) und Parasit noch ausgewogen ist, leben sie in
einer Symbiose. Nimmt aber die Schädigung des Wirtes
immer mehr zu, so kommt es zur Erkrankung des Wirtes. Dies
kann zum einen durch Entzug wichtiger Nährstoffe, die
direkte Zerstörung von Organsystemen und/oder durch die
schädigende Wirkung der Exkrete der Parasiten geschehen.
Wie kann ich einen Parasitenbefall feststellen?
Ein Parasitenbefall kann beim Hund durch verschiedene
äußere Anzeichen erkannt werden:
-
Verhalten
Anzeichen von Parasitenbefall sind: häufiges Kratzen
und Knabbern im Fell, größere Unruhe und evt.
auftretende Aggressivität. Diese Anzeichen deuten
auf Haut- bzw. Fellparasiten hin. Das so genannte Schlittenfahren
(Rutschen auf dem After) kann ein Anzeichen für einen
wurmbedingten Juckreiz sein. Druckempfindlichkeit beim
Streicheln kann ein Hinweis auf Hautparasiten oder innere
Parasiten sein. Aber auch Zuckungen bzw. Störungen
im Bewegungsablauf (Lahmen, Gleichgewichtsstörungen)
können Anzeichen für Parasiten sein. Ebenso
ein Verlust der Munterkeit, Schwäche, schnelle Ermüdungserscheinungen
sind oft äußere Symptome eines schleichenden
Befalls mit inneren Parasiten. Erbrechen kann ebenfalls
ein Anzeichen von Parasiten sein.
-
Veränderungen
im Kot
Wird der Kot breiig bzw. flüssig und bleibt er über
längere Zeit ungeformt, so ist unbedingt auch an
Parasiten zu denken. Das gleiche gilt, wenn der Kot schaumige
Flocken und/oder blutige Stellen aufweist.
-
Haut und Fell
Erscheint die Haut und das Weiß des Auges extrem
hell, so ist dies oft ein Anzeichen für einen blutständigen
Parasiten, der zur Zerstörung der roten Blutkörperchen
und/oder inneren Blutverlusten führt. Haut und Fellparasiten
lassen sich häufig mit bloßem Auge erkennen.
Die regelmäßige Fellpflege sollte immer auch
dazu benutzt werden, um Parasiten der Haut zu finden.
Pusteln oder eitrige Ekzeme, aber auch ein verstärkter
Haarausfall sind Symptome eines Parasitenbefalls. Aber
nicht nur bei äußeren Parasiten kann das Fell
struppig und stumpf aussehen. Auch bei inneren Parasiten
in Folge der allgemeinen Schwäche des Tieres kommt
es zu dem gleichen Bild.
Zusammenfassung:
| Symptom |
Parasit |
Juckreiz in der Haut
Pusteln, Ekzeme
Unruhe |
Haut-Leishmanien
Wurmlarven
Milben, Zecken, Läuse
Flöhe
Fliegenmaden |
Juckreiz in der Analregion
Schlittenfahren
Unruhe |
Bandwürmer
Peitschenwürmer |
Husten
Atemnot |
Spulwürmer
Herzwürmer
Hakenwürmer
Lungenwürmer |
Gewichtsverluste
Appetitlosigkeit
Apathie
|
Eingeweide-Leishmanien
Coccidien
Babesien
Leberegel
Bandwürmer, Fadenwürmer
Zecken, Milben |
| Erbrechen |
Leberegel
Spulwürmer, Magenwürmer |
| Durchfall (Diarrhoe) |
Giardien
Amoeben
Leberegel
Hakenwürmer |
| Blutarmut (Anämie) |
Leishmanien
Leberegel
Fischbandwurm
Spulwürmer, Hakenwürmer
Lungenwürmer
Peitschenwürmer
Zeckenbefall |
| Ödeme |
Leberegel
Herzwürmer
Lungenwürmer |
Motorische Störungen
Lähmungen |
Amoeben
Babesien
Bandwurmfinnen
Hakenwürmer
Herzwürmer, Lungenwürmer
Zeckenbefall |
| Sehstörungen |
Leishmanien
Toxoplasma gondii
Bandwurmfinnen
Herzwürmer
Spulwürmer
Fliegenmaden |
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